Eigen­ka­pi­tal­er­satz bei der Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts

Auf eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, die weder eine natür­li­che Per­son noch eine Gesell­schaft als Gesell­schaf­ter hat, bei der ein per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter eine natür­li­che Per­son ist, sind die Eigen­ka­pi­tal­vor­schrif­ten des § 129 a HGB a.F. in Ver­bin­dung mit den §§ 32 a, 32 b GmbHG ent­spre­chend anzu­wen­den, wenn das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der Gesell­schaft vor Inkraft­tre­ten des MoMiG am 1. Novem­ber 2008 eröff­net wurde.

Eigen­ka­pi­tal­er­satz bei der Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts

Wird ein Gesell­schaf­ter­dar­le­hen durch “Ste­hen­las­sen” in der Kri­se der Gesell­schaft in funk­tio­na­les Eigen­ka­pi­tal umqua­li­fi­ziert und steht fest, dass der Gesell­schaf­ter, dem die Gesell­schaft für die­ses Dar­le­hen eine Sicher­heit ein­ge­räumt hat, sei­ne – vom Gesetz in der Insol­venz der Gesell­schaft zurück­ge­stuf­te – Dar­le­hens­rück­zah­lungs­for­de­rung dau­er­haft nicht mehr durch­set­zen kann, ist er wegen Weg­falls des Siche­rungs­zwecks auf Ver­lan­gen der Gesell­schaft zur Frei­ga­be der Sicher­heit verpflichtet.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 26. Janu­ar 2009 – II ZR 213/​07

Eigenkapitalersatz bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts