Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung und Vertragsgestaltung

Hat der Käu­fer für ein mit einer Zwangs­hy­po­thek belas­te­tes Betriebs­grund­stück auch unter Berück­sich­ti­gung der Über­nah­me die­ser ding­li­chen Belas­tung eine nicht annä­hernd dem Ver­kehrs­wert ent­spre­chen­de Zah­lung zu erbrin­gen und räumt er hin­sicht­lich der Dif­fe­renz zwi­schen sei­ner Zah­lungs­pflicht und dem Ver­kehrs­wert dem Ver­käu­fer ein ent­gelt­li­ches, auf den dem Ver­kehrs­wert ent­spre­chen­den Kauf­preis ange­rech­ne­tes Nut­zungs­recht höchst­per­sön­li­cher, unüber­trag­ba­rer Art ein, kann die einen drin­gen­den Liqui­di­täts­be­darf des Ver­käu­fers nahe legen­de, zu Las­ten sei­ner Gläu­bi­ger wir­ken­de Ver­trags­ge­stal­tung ein Indiz für eine Kennt­nis des Käu­fers sowohl von der dro­hen­den Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Ver­käu­fers und als auch der Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung bilden.

Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung und Vertragsgestaltung

Bun­des­ge­richts­hof, Ver­säum­nis­ur­teil vom 18. Dezem­ber 2008 – IX ZR 79/​07

Gläubigerbenachteiligung und Vertragsgestaltung