Insol­venz bei EU-Nomaden

Gegen ein dro­hen­des Insol­venz­ver­fah­ren nützt auch der Weg­zug in ein ande­res EU-Land nichts:

Insol­venz bei EU-Nomaden

Das Gericht eines EU-Mit­glied­staats, in des­sen Gebiet der Schuld­ner bei Stel­lung eines Antrags auf Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens den Mit­tel­punkt sei­ner haupt­säch­li­chen Inter­es­sen hat, ist nach einer jetzt ver­öf­fent­lich­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hof auch für wei­te­re Eröff­nungs­an­trä­ge zustän­dig, die nach der Ver­le­gung des Mit­tel­punk­tes der haupt­säch­li­chen Inter­es­sen des Schuld­ners in einen ande­ren Mit­glied­staat, aber vor rechts­kräf­ti­ger Erle­di­gung des Erst­an­trags bei ihm eingehen.

BGH, Beschl. v. 2. März 2006 – IX ZB 192/​04

Insolvenz bei EU-Nomaden