Pri­vat­bank Reithinger

Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin) hat am Don­ners­tag für die Pri­vat­bank Reit­hin­ger GmbH & Co. KG, Sin­gen, den Ent­schä­di­gungs­fall fest­ge­stellt. Damit lie­gen die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen dafür vor, dass die Ent­schä­di­gungs­ein­rich­tung deut­scher Ban­ken GmbH (EdB), Burg­stra­ße 28 in 10178 Ber­lin, die Anle­ger ent­schä­di­gen kann.

Pri­vat­bank Reithinger

Bevor die EdB Geld an die Kun­den aus­zah­len kann, muss sie die Namen der Ein­le­ger fest­stel­len und ermit­teln, wie hoch deren For­de­run­gen sind. Sie wird zu die­sem Zweck unauf­ge­for­dert an die Ein­le­ger her­an­tre­ten. Bis­her ist noch nicht abzu­se­hen, wie lan­ge das Ent­schä­di­gungs­ver­fah­ren bei der EdB dau­ern wird.

Die BaFin muss­te aus zwei Grün­den den Ent­schä­di­gungs­fall fest­stel­len: Zum einen dau­er­te das Mora­to­ri­um, das sie über die Pri­vat­bank Reit­hin­ger ver­hängt hat­te, län­ger als sechs Wochen. Zum ande­ren war das Insti­tut nicht mehr in der Lage, sämt­li­che Ein­la­gen zurückzuzahlen.

Die Geschäfts­lei­tung der Bank hat­te der Auf­sicht die Über­schul­dung des Insti­tuts selbst ange­zeigt. Dar­um hat die BaFin am Don­ners­tag beim Amts­ge­richt Kon­stanz die Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das Ver­mö­gen des Bank­hau­ses beantragt.

Am 2. August 2006 hat­te die BaFin über die Pri­vat­bank Reit­hin­ger ein Mora­to­ri­um ver­hängt und ihr die Erlaub­nis zum Betrei­ben von Bank­ge­schäf­ten entzogen 

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