Sorg­falts­an­for­de­run­gen des Insol­venz­ver­wal­ters gegen­über dem Schuldner

Die Insol­venz­ord­nung begrün­det kei­ne Ver­pflich­tung des Insol­venz­ver­wal­ters, vor der Erhe­bung einer Kla­ge oder wäh­rend des Pro­zes­ses die Inter­es­sen des Pro­zess­geg­ners an einer even­tu­el­len Erstat­tung sei­ner Kos­ten zu berücksichtigen.

Sorg­falts­an­for­de­run­gen des Insol­venz­ver­wal­ters gegen­über dem Schuldner

Dem­ge­gen­über hat der Insol­venz­ver­wal­ter im Blick auf sei­ne Innen­haf­tung zu dem Schuld­ner und zu den Insol­venz­gläu­bi­gern einer stren­ge­ren Prü­fung der Pro­zess­aus­sich­ten zu genügen.

Ist der Insol­venz­ver­wal­ter selbst Rechts­an­walt, schul­det er den Betei­lig­ten bei der gericht­li­chen Durch­set­zung der Rech­te grund­sätz­lich die­sel­be Sorg­falt wie ein Rechts­an­walt sei­nem Mandanten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Okto­ber 2015 – IX ZR 33/​15