Streit um die Massezugehörigkeit

Beim Streit zwi­schen Insol­venz­ver­wal­ter und Schuld­ner über die Mas­se­zu­ge­hö­rig­keit von Lohn­an­tei­len im Hin­blick auf die Vor­schrif­ten des Pfän­dungs­schut­zes ist nicht das Insol­venz­ge­richt, son­dern das Pro­zess­ge­richt zuständig.

Streit um die Massezugehörigkeit

Der Streit zwi­schen Insol­venz­ver­wal­ter und Schuld­ner über die Mas­se­zu­ge­hö­rig­keit von Lohn­an­tei­len, wie er sich im Hin­blick auf die Vor­schrif­ten des Pfän­dungs­schut­zes vor dem Hin­ter­grund von § 850e Nr. 1, § 851c ZPO erge­ben kann, kann nur im Wege des Rechts­streits ent­schie­den wer­den, weil er kei­ne Voll­stre­ckungs­hand­lung und kei­ne Anord­nung des Voll­stre­ckungs­ge­richts betrifft, wie sie etwa nach den § 850b, 850c, 850f und 850i ZPO erge­hen kann. Der Beschluss des Bun­des­ge­richts­hofs zur Beur­tei­lung der Fra­ge, ob Ein­kom­men­steu­er­erstat­tungs­an­sprü­che zum pfänd­ba­ren Arbeits­ein­kom­men gemäß § 850 ZPO gehö­ren, weicht hier­von nicht ab, weil das Insol­venz­ge­richt dort von Amts wegen ent­schie­den hatte. 

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Mai 2010 – IX ZB 268/​09