Zahlungen auf Drittkonten — auf Veranlassung des selbst zahlungsunfähigen Gläubigers

Bei­seiteschaf­fen i.S.v. § 283 Abs. 1 Nr. 1 StGB kann auch durch die Anweisung des sein­er­seits zahlung­sun­fähi­gen Gläu­bigers erfol­gen, ihm zuste­hende Pro­vi­sion­szahlun­gen auf nicht ihm zuste­hende Kon­ten zu leit­en.

Zahlungen auf Drittkonten — auf Veranlassung des selbst zahlungsunfähigen Gläubigers

Da es sich bei den betrof­fe­nen Kon­ten jew­eils um solche han­delte, die nicht auf seinen Namen geführt wur­den und über die er nicht (unmit­tel­bar) ver­fü­gen kon­nte, war der Zugriff sein­er Gläu­biger auf die entsprechen­den, zur Insol­venz­masse gehören­den Forderun­gen erschw­ert.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 10. Juli 2018 — 1 StR 605/16