Die nicht wahr­ge­nom­me­ne Ver­wer­tungs­mög­lich­keit für Absonderungsgut

Nimmt der Ver­wal­ter eine ihm ange­zeig­te güns­ti­ge Ver­wer­tungs­mög­lich­keit nicht wahr, hat er den abson­de­rungs­be­rech­tig­ten Gläu­bi­ger gemäß § 168 Abs. 2 Halbs. 2 InsO so zu stel­len, wie wenn er sie wahr­ge­nom­men hätte. 

Die nicht wahr­ge­nom­me­ne Ver­wer­tungs­mög­lich­keit für Absonderungsgut

Den Geset­zes­ma­te­ria­li­en ist ein­deu­tig zu ent­neh­men, dass die­se Ver­pflich­tung auch dann gilt, wenn der Ver­wal­ter die Ver­äu­ße­rung einer Gesamt­heit von Ver­mö­gens­ge­gen­stän­den beab­sich­tigt, der Gläu­bi­ger jedoch eine güns­ti­ge­re Ver­wer­tungs­mög­lich­keit nur für einen ein­zel­nen Gegen­stand nach­weist, an dem sein Abson­de­rungs­recht besteht. Die­se Auf­fas­sung wird im Schrift­tum – soweit ersicht­lich – ein­hel­lig geteilt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Juli 2013 – IX ZR 264/​12