Steuerliche Haftung des Geschäftsführers

Zahlun­gen der GmbH in der Phase der Insol­ven­zreife kön­nen unter bes­timmten Voraus­set­zun­gen vom Insol­ven­zver­wal­ter ange­focht­en wer­den. Hier­auf kann sich der Geschäfts­führer jedoch nicht berufen, wenn das Insol­ven­zver­fahren man­gels Masse gar nicht erst eröffnet wird, er haftet nach Ansicht des Bun­des­fi­nanzhofs steuer­lich in diesem Fall für die nicht abge­führten Betrieb­ss­teuern.

Steuerliche Haftung des Geschäftsführers

Kommt es man­gels Masse nicht zur Eröff­nung des beantragten Insol­ven­zver­fahrens über das Ver­mö­gen ein­er GmbH, kön­nen bei der haf­tungsrechtlichen Inanspruch­nahme des GmbH-Geschäfts­führers nach § 69 AO hypo­thetis­che Betra­ch­tun­gen über eine mögliche Anfech­tung etwaiger Steuerzahlun­gen durch den Insol­ven­zver­wal­ter keine Berück­sich­ti­gung find­en.

Bun­des­fi­nanzhof, Beschluss vom 23. April 2007 – VII B 92/06

Steuerliche Haftung des Geschäftsführers