Insolvenz des Gesellschafter-Geschäftsführers

Fällt ein Unternehmen in die Insol­venz, ist oft­mals auch für die Gesellschafter-Geschäfts­führer die eigene Insol­venz unver­mei­dlich, Dies zumin­d­est dann, wenn sie sich für die Bankschulden der Gesellschaft ver­bürgt haben, wenn Ihnen die Haf­tungsi­nanspruch­nahme durch das Finan­zamt für rück­ständi­ge Umsatzs­teuer oder Lohn­s­teuer oder durch die Sozialver­sicherung für rück­ständi­ge Sozialver­sicherungs­beiträge dro­ht. Es stellt sich dann regelmäßig die Frage, ob hier­für das (Regel-)Insolvenzverfahren oder die Ver­braucherin­sol­venz ein­schlägig ist. Eine Antwort gibt jet­zt der Bun­des­gericht­shof:

Insolvenz des Gesellschafter-Geschäftsführers

Der geschäfts­führende Mehrheits­ge­sellschafter ein­er GmbH übt auch dann eine selb­ständi­ge wirtschaftliche Tätigkeit im Sinne der Vorschriften über das Ver­braucherin­sol­ven­zver­fahren aus, wenn die GmbH per­sön­lich haf­tende Gesellschaf­terin ein­er GmbH & Co. KG ist.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 12. Feb­ru­ar 2009 – IX ZB 215/08