Rest­schuld­be­frei­ung und der ver­schwie­ge­ne Dienstwagen

Davon abge­se­hen erfasst die dem Rest­schuld­be­frei­ungs­an­trag bei­zu­fü­gen­de Abtre­tung der pfänd­ba­ren For­de­run­gen auf Bezü­ge aus einem Dienst­ver­hält­nis (§ 287 Abs. 2 InsO) auch Natu­ral­leis­tun­gen wie die Über­las­sung eines Dienstwagens. 

Rest­schuld­be­frei­ung und der ver­schwie­ge­ne Dienstwagen

Für sich genom­men unpfänd­ba­re Natu­ral­leis­tun­gen wie die Gewäh­rung der unent­gelt­li­chen Nut­zung eines Dienst­wa­gens sind gemäß § 850e Nr. 3 ZPO mit dem in Geld zahl­ba­ren Ein­kom­men zusam­men­zu­rech­nen. In die­sem Fall ist eine Pfänd­bar­keit inso­weit gege­ben, als der dem Schuld­ner nach § 850c ZPO ver­blei­ben­de Betrag durch den Wert der Natu­ral­leis­tung gedeckt wird. 

Der Ver­sa­gungs­tat­be­stand des § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO erstreckt sich auf die Ver­heim­li­chung von Arbeits­ein­kom­men, das in Anwen­dung von § 850e ZPO als Natu­ral­leis­tung der Pfän­dung unterliegt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Okto­ber 2012 – IX ZB 61/​10